Das Web3 und seine vollmundigen Versprechen …

Das Web 3 (auch Web3 oder Web 3.0) will ein Paradigmenwechsel werden. Basierend auf Blockchain, Smart Contracts, NFTs und DAOs soll das Web3 alle Probleme lösen, die das heutige Internet aufweist. Nämlich: unklare Strukturen, Massierung von Daten in der Hand weniger Akteure, geschlossene Ökosysteme und autokratische Verhältnisse von Benutzerrechten. Kann das Web 3.0 all diese Probleme überhaupt lösen?

  • Nach dem Web 2.0 (Social Media) soll das Web 3.0 der nächste Standard im Internet werden
  • Begriffe wie NFTs, Blockchain etc. spielen hier eine Rolle
  • Das Web3 soll dezentral sein, im Gegensatz zum heutigen Internet

Eine (französische) Revolution für das Internet?

Ein Paradigmenwechsel ungekannten Ausmaßes und nicht weniger will das Web3 werden. Das zumindest verkünden seine Anhänger und argumentieren seine Apologeten. Das Web3 ist momentan genauso ein Konzept und eine Idee wie das Metaverse. Und Metaverse wie Web3 teilen sich viele Ideen.

Was in dieser digitalen Variante des Problems um Henne oder Ei (wer war vorher da?) aber vergessen wird: Bei aller tollen Public Relations für das Web3: Kann die Idee mit der Wirklichkeit Schritt halten? Oder bleibt es nur bei einer Idee? Und selbst wenn es umgesetzt werden kann.

Mein Vergleich mit der französischen Revolution war auch bewusst gewählt: Denn währen der Revolution wurden teilweise diejenigen hingerichtet, welche die Revolution überhaupt erst ins Laufen gebracht haben. Die Revolution frisst ihre Kinder. Aktuell wissen wir noch nicht ob das bei der Web3-“Revolution” vielleicht genauso kommt.

Wir erklären das Web3

Um sinnvoll eine Antwort zu finden ob das Web3 praktisch umsetzbar ist überhaupt möglich ist, müssen wir ein paar Fragen klären.

  • Frage 1: Welches Problem will das Web3 lösen?
  • Frage 2: Wie will das Web3 diese Probleme lösen?
  • Frage 3: Womit will das Web3 diese Probleme lösen?

Drei einfache Fragen. Klingt machbar. Gehen wir es an:

Frage 1: Welches Problem will das Web3 lösen?

Aktuell liegt das I ternet in den Händen weniger großer Konzerne. Das bedeutet viel Macht und Entscheidungsbefugnis durch wenige Leute. Und diese Leute sind dazu noch Geschäftsführer privater Unternehmen. Unternehmen handeln nicht für das Gemeinwohl und Inhaber von Unternehmen sind Autokraten und dürfen erschreckend viel allein entscheiden. Beispielsweise kümmern sich bei Facebook gerade einmal 6 Leute darum, was 3 Milliarden zu sehen bekommen.

Frage 2: Wie will das Web3 diese Probleme lösen?

Das Web3 will dkese zentralistischen Ansatz aufbrechen und den Nutzern ihre Daten selbst in die Hände geben.

Frage 3: Womit will das Web3 diese Probleme lösen?

Es sollen vor allem neue Technologien sein. Aber auch eine andere geistige Herangehensweise der Nutzer. Allgemein soll der Lösungsweg in einem stärkeren Miteinander liegen.

So will das Web3 sein

Momentan vertrauen zu viele Leute ihre Informationen und zum Teil ihre intimsten Daten Unternehmen an, die sie hat nicht kennen. Das Web3 will sich darum kümmern.

Schritt 1: Das Internet dezentralisieren

Die Blockchain, die wir bereits von Bitcoin & Co. kennen, soll großflächig eingesetzt werden und jedes Benutzerkonto soll unter der Verwaltung der einen Person stehen, um die es geht. Das wäre, als würden wkr unserem Bankkonto nicht nur unsere Finanzinformationen abspeichern, sondern auch unsere Social-Media-Daten, Instagram-Bilder, Steam-Spielestände oder Carsharing-Informationen.

Dazu sollen die Features vom Metaverse kommen und solche Ideen wie DAOs: Dezentrale Autonome Organisationen. Quasi GmbHs ohne staatliche Aufsicht. Darum würde sich dann die Blockchain kümmern.

Schritt 2: Mehr Eigenverantwortung der Nutzer

Bereits Jimmy Wales (Gründer der Wikipedia), aber auch Sir Tim Berners-Lee (Erfinder des WWW und quasi Urvater des modernen Internets) haben beide schon gefordert, dass Nutzerdaten in Nutzerhände sollen. Demnach sind wir selbst für unsere Daten verantwortlich und können die Daten (oder Teile davon) an Unternehmen geben, aber auch wieder zurückfordern, damit umziehen, Daten löschen und eben alles mit den Daten machen, was wir wollen. Das muss man sich wie einen digitalen Aktenordner vorstellen, den wir immer bei uns haben und in den alles drin steht über uns. Diesen Ordner oder Teile des Ordners können wir dann an andere geben bzw.

Schritt 3: Mehr Privatsphäre

Mehr Datenschutz. Mehr Informationsschutz. Mehr Privatsphäre. Durch das dezentrale Absoeichern der Nutzerdaten wird es schwerer mit einem einzelnen Hackerangriff an Millionen Kundendaten zu kommen.

Fazit?

Das Web3 will viel und nicht weniger als eine Revolution dessen, wie das Internet momentan funktioniert. Doch wie auch beim Metaverse, ist beim Web3 ebenfalls noch nicht klar, wie genau das funktionieren soll. Und vor allem: Ob die User da mitmachen? Momentan ist es doch so schön einfach, die eigenen Daten irgendwelchen Unternehmen zu geben. Ansonsten müsste man sich ja selbst drum kümmern und Verantwortung übernehmen.